Luftwärmepumpe nervt die Nachbarn

Anlagen müssen einen Mindestabstand von drei Metern zum Nachbargrundstück einhalten

onlineurteile.de - Die Nachbarn verlangten von einer Hauseigentümerin, sie müsse ihre Luftwärmepumpe entfernen: Das Gerät sei unglaublich laut und vor allem nachts eine einzige Ruhestörung. Die Hauseigentümerin hatte die Luftwärmepumpe im Garten installiert, zwei Meter neben der Grundstücksgrenze.

Da die Luftwärmepumpe in einem Abstand von weniger als drei Metern zum Nachbargrundstück aufgestellt sei, müsse das Gerät weg, bestätigte das Oberlandesgericht Nürnberg (14 U 2612/15). Laut Bayerischer Bauordnung müsse der Mindestabstand solcher Anlagen drei Meter bis zur Grundstücksgrenze betragen. Sinn und Zweck dieser Vorschrift sei es, den Frieden unter Nachbarn zu gewährleisten.

Eine Luftwärmepumpe sei zwar nicht groß, entwickle aber Geräusche, die diesen Frieden gefährden könnten. Anders als ins Erdreich eingelassene Erdwärmepumpen könnten Luftwärmepumpen aufgrund anderer Technik einen Schalldruckpegel von ca. 51 dB(A) und mehr erreichen. Der vom Gericht beauftragte Sachverständige habe den Lärmpegel gemessen und belegt, dass von der Wärmepumpe eine erhebliche Lärmbelästigung ausgehe. Daher hätten die Nachbarn Anspruch darauf, dass das Gerät von der Grundstücksgrenze entfernt werde.