Abfindung im "Whistleblower"-Prozess

Urteile in einem Satz

onlineurteile.de - Wird einem Arbeitnehmer gekündigt, weil er auf einen Missstand in seinem Unternehmen aufmerksam macht ("Whistleblower"), verletzt dies nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) das Recht auf Meinungsfreiheit und ist unwirksam;

das LAG Berlin hat das 2006 anders gesehen und die Kündigung einer Altenpflegerin für rechtens erklärt, die ihren Arbeitgeber wegen Pflegemissständen im Altenheim angezeigt hatte und danach fristlos entlassen wurde — nach dem Rüffel vom EuGH hat das LAG jetzt den Arbeitgeber (den Klinikkonzern Vivantes) dazu verurteilt, der Altenpflegerin eine Abfindung von 90.000 Euro zu zahlen.