"All mein Hab und Gut"

Kurzartikel

onlineurteile.de - Hat eine Verstorbene in ihrem Testament verfügt, dass nach ihrem Tod "all mein Hab und Gut" an ihre Freundin A "geht", steht Frau A ein Alleinerbschein zu. Das kann die Schwester der Erblasserin nicht mit dem Argument verhindern, die Verstorbene habe auf diese Weise der Freundin "bewegliche Teile aus dem Nachlass" vermachen wollen. Die Formulierung "all mein Hab und Gut" ist nicht anders zu verstehen, als dass das gesamte Vermögen der Erblasserin Frau A zufallen soll - die Erblasserin hat ihre Freundin damit als Alleinerbin eingesetzt.

Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf
Aktenzeichen: I-3 Wx 116/13
Entscheidungsdatum: 10.09.2013
Urteilnummer: 53778