Arbeitsloser muss Münzsammlung verkaufen

Urteile in einem Satz

onlineurteile.de - Besitzt ein arbeitsloser Mann, der Arbeitslosengeld II beantragt, eine Münz- und Briefmarkensammlung, deren Wert ein Sachverständiger auf 21.432 Euro schätzt, ist er nicht hilfebedürftig;

es ist daher rechtens, wenn ihm die Sozialbehörde das Arbeitslosengeld II nur als Darlehen gewährt und von ihm fordert, die Sammlung zu verwerten, bevor er Hilfeleistungen als Zuschuss erhält; anders als eine Kapitallebensversicherung ist eine Münzsammlung auch dann als verwertbarer Vermögensgegenstand zu behandeln, wenn sie nur mit Einbußen verkauft werden kann.