Armbanduhr als "Goldsache"?

Diebstahlsschaden: Hausratversicherung pocht auf Grenze für Ersatzleistungen

onlineurteile.de - Langfinger brachen in ein Privathaus ein und ließen einiges mitgehen. Die Hausratversicherung regulierte den Einbruchdiebstahl. Bei der Bewertung der gestohlenen Gegenstände war man sich einig - bis auf eine Ausnahme: eine Herrenarmbanduhr der Luxusmarke Breguet mit einem Uhrenrahmen in 18 Karat Gold. Rund 30.000 Euro soll das gute Stück wert gewesen sein. Die Hausratversicherung wollte Ersatz jedoch nur bis zu der Wertgrenze leisten, die sie in ihren Versicherungsbedingungen für Schmucksachen und "Sachen aus Gold" festgelegt hatte.

Vergeblich klagte der Versicherungsnehmer auf vollen Wertersatz für die Uhr: Er verlor den Prozess vor dem Landgericht Köln (24 O 117/04). Das Gericht sah die Uhr als "Goldsache" im Sinne der Versicherungsbedingungen an. Maßgeblich sei dafür das Material des Gehäuses, massives Gold. Dass dieser Goldanteil bezogen auf die sonstigen Bestandteile der Uhr (aus Saphirglas und Metall) relativ gering war, hielten die Richter nicht für ausschlaggebend. Die goldene Uhr sei um 8.000 Euro teurer als die gleichartige Uhr mit Stahlgehäuse. Die Wertschätzung des Marktes gelte dem Gold und charakterisiere die Uhr als "Sache aus Gold".