Baskenmütze = Kopftuch?

Nicht auszuschließen, dass es sich um ein "religiöses Bekenntnis" handelt ...

onlineurteile.de - Das nordrhein-westfälische Schulgesetz verbietet politische, religiöse und weltanschauliche "Bekundungen" an öffentlichen Schulen. Dieses Gesetz ist allgemein formuliert, zielt jedoch in erster Linie auf Lehrerinnen mit islamischem Kopftuch. Eine Sozialpädagogin, angestellt an einer Gesamtschule, erhielt vom Arbeitgeber Nordrhein-Westfalen eine Abmahnung, weil sie während der Arbeitszeit ständig eine Baskenmütze trug.

Dagegen wehrte sich die Frau und forderte, den negativen Eintrag aus der Personalakte zu entfernen. Schließlich habe eine Wollmütze nichts mit ihrer religiösen Einstellung zu tun. Doch das Arbeitsgericht Düsseldorf wies ihre Klage ab (12 Ca 175/05).

Es komme hier nicht darauf an, was die Sozialpädagogin denke und zum Ausdruck bringen wolle, betonte das Gericht, sondern darauf, wie ihr Erscheinungsbild auf Dritte wirke. Sie trage die Baskenmütze stets tief in die Stirn gezogen, so dass ihre Haare komplett verdeckt seien. Dadurch könne bei Schülern und Eltern der Eindruck entstehen, es handle sich um ein religiöses Bekenntnis, vergleichbar dem islamischen Kopftuch. Eben dies solle die gesetzliche Regelung im Interesse des Schulfriedens verhindern.