Baum gefällt

Muss der Mieter dafür zahlen?

onlineurteile.de - Ein Gartenbaum stand zu nahe am Haus. Die Eigentümer befürchteten, die Wurzeln könnten das Mauerwerk angreifen und ließen den Störenfried von einer Gartenbaufirma beseitigen. Die Kosten der Aktion rechneten die Eigentümer - unter der Rubrik "Gartenpflege" - bei der Betriebskostenabrechnung mit ab. Das seien Instandhaltungskosten, für die der Vermieter selbst aufkommen müsse, fanden die Mieter und zahlten den Posten nicht.

Auf Klage der Vermieter entschied jedoch das Amtsgericht Sinzig, dass sie ihre Ausgaben für das Bäumefällen als Nebenkosten auf die Mieter abwälzen durften (14 C 879/03). Laut Mietvertrag hätten diese die Kosten der Gartenpflege zu tragen. Zur Pflege eines Gartens gehöre es, kranke oder morsche Bäume auszulichten, zu fällen und abzutransportieren. Wenn Sträucher oder Bäume infolge ihres Wachstums nicht am Standort bleiben könnten, gelte dasselbe. (Anders das Oberlandesgericht Düsseldorf, gri-Artikel Nr. 47 341 vom 18.2.05)