Behandlung auch ambulant möglich

Krankenkasse will für unnötigen Tag im Krankenhaus nicht zahlen

onlineurteile.de - Der Patient wurde im Krankenhaus urologisch behandelt. Am ersten Tag wurde er gründlich untersucht: EKG, Sonographie, Röntgenaufnahmen und Laboruntersuchungen. Am zweiten Tag wurde er operiert, am dritten schon wieder entlassen.

Das Krankenhaus stellte der Kaufmännischen Krankenkasse eine Rechnung gemäß Fallpauschale über 1.300 Euro. Die gesetzliche Krankenkasse strich davon 506 Euro. Begründung: Was am ersten Tag geschehen sei - also die ganze präoperative Diagnostik -, hätte man auch ambulant erledigen können (also ohne den Patienten in der Klinik unterzubringen).

Fallpauschale hin oder her - Krankenkassen müssten keine überflüssigen Krankenhaustage vergüten, entschied das Sozialgericht Dortmund (S 48 (44) KR 307/05). Medizinische Maßnahmen, die ebenso gut ambulant erfolgen könnten, rechtfertigten keinen Krankenhaustag.

Da der Entlassungstag ebenfalls nicht zähle, sei hier die minimale Verweildauer von zwei Tagen unterschritten. Deshalb könne die Krankenkasse die Fallpauschale um den ersten - unnötigen - Krankenhaustag kürzen.