Beim Badminton die Achillessehne gerissen

Unfallversicherung verweigerte zu Unrecht die Invaliditätsleistung

onlineurteile.de - Als der Sportler beim Badmintonspiel versuchte, einen schwierigen Ball mit einem sehr schnellen Antritt noch zu erlaufen, riss ihm die Achillessehne am rechten Fuß. Nach dem Krankenhausaufenthalt meldete der Mann die Sache seiner privaten Unfallversicherung. Doch die ließ ihn abblitzen, weil dies kein "Unfall im Sinne der Versicherungsbedingungen gewesen sei".

Das Landgericht Dortmund sah das allerdings anders und sprach dem Sportler eine Invaliditätsleistung von 3.200 Euro zu (2 O 449/07). Gemäß den vereinbarten Versicherungsbedingungen (AUB 99) liege ein Unfall nicht nur dann vor, wenn der Versicherungsnehmer einer plötzlichen Krafteinwirkung von außen ausgesetzt sei. Als Unfall gelte es auch, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung ein Gelenk verrenkt oder Muskel, Sehnen oder Bänder gezerrt oder zerrissen werden.

Und so liege der Fall hier. Ein schneller, kurzer Sprint führe zu einer maximalen Anspannung der betroffenen Muskelgruppen, was die mit dem Wadenmuskel verbundene Achillessehne maximal belaste. Diese intensive Kraftanstrengung gehe deutlich über das normale Maß - Gehen oder Laufen im Alltag - hinaus.