Betrunken Autounfall verursacht

War der Versicherungsnehmer absolut fahruntüchtig, berechtigt das den Versicherer zu Regress

onlineurteile.de - Es war nicht das erste Mal, dass der Mann betrunken Auto fuhr. Er war deswegen bereits strafrechtlich verurteilt. Diesmal demolierte er volltrunken - Blutalkoholkonzentration 1,89 Promille - mit seinem Auto einen geparkten Wagen und beging anschließend Unfallflucht. Doch Zeugen hatten den Unfall beobachtet und meldeten ihn der Polizei.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung des Mannes ersetzte den Schaden am fremden Auto und forderte anschließend von ihm 5.000 Euro Regress. Viel zu viel, fand der Versicherungsnehmer. Er sei seelisch total belastet gewesen, weil seine Frau im Krankenhaus lag, und außerdem zu betrunken, um schuldfähig zu sein. Mit dieser Ausrede kam der Mann beim Amtsgericht Bühl nicht durch (7 C 88/09).

Bei einem derartigen Alkoholkonsum sei der Versicherer im Prinzip leistungsfrei, so der Amtsrichter. Nur weil in der Kfz-Haftpflicht die Regresssumme auf 5.000 Euro beschränkt sei, komme der Versicherungsnehmer so billig davon. Schließlich habe der Verkehrssünder den Unfall im Zustand der absoluten Fahruntüchtigkeit verschuldet.

Er könne sich nicht darauf berufen, zu "voll" gewesen zu sein, um dafür verantwortlich gemacht zu werden. In diesen Zustand habe er sich ja absichtlich und aus freien Stücken versetzt, das sei grob fahrlässig. Dazu komme noch die Unfallflucht.