Buckelkäfer im Dach

Urteile in einem Satz

onlineurteile.de - Stellt sich nach dem Kauf eines Einfamilienhauses heraus, dass der Dachstuhl vom Buckelkäfer befallen ist, haben die Käufer nur dann Anspruch auf Schadenersatz vom Verkäufer, wenn sie ihm nachweisen können, dass er über diesen Mangel Bescheid wusste und ihnen den Schädlingsbefall arglistig verschwiegen hat, um das Geschäft nicht zu gefährden; arglistige Täuschung durch Verschweigen ist zu verneinen, wenn der Verkäufer schon zwei Jahre vor dem Hausverkauf aus dem Einfamilienhaus auszog und laut Sachverständigengutachten nicht feststeht, wie erheblich das Dach beim Auszug befallen war; kommt der Experte zu dem Schluss, der Käferbefall könnte damals größer, aber auch viel geringer gewesen sein als zum Zeitpunkt des Verkaufs, dann ist es zumindest möglich, dass der Verkäufer diesen Mangel nicht bemerkt hat.

Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz
Aktenzeichen: 2 U 1020/11
Entscheidungsdatum: 13.12.2012
Urteilnummer: 53279