Bürgersteig zu spät gestreut?

Urteile in einem Satz

onlineurteile.de - Auf dem Bürgersteig müssen Hauseigentümer einen ein bis zwei Meter breiten Streifen schnee- und eisfrei halten; verbirgt sich unter einer dünnen Schneedecke auf dem Fußgängerweg eine eisige Stelle, auf der eine Frau stürzt, hat die Verletzte nur Anspruch auf Schadenersatz vom Hauseigentümer, wenn sie nachweisen kann, dass er seine Streupflicht vernachlässigt hat;

das trifft nicht zu, wenn es vor dem Unfall geschneit hat: Dann dürfen Hauseigentümer mit dem Streuen nämlich bis zum Ende des Schneefalls warten — das gilt erst recht, wenn eine städtische Verordnung den Einsatz von Tausalz verbietet.

Urteil des Oberlandesgerichts Bamberg
Aktenzeichen: 5 U 22/12
Entscheidungsdatum: 11.09.2012
Urteilnummer: 52781d