Dienstwagen-Benutzer mit Bahnfahrkarte ...

... muss keine Dienstwagen-Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte versteuern

onlineurteile.de - Überlässt ein Arbeitgeber Mitarbeitern einen Dienstwagen auch zur privaten Nutzung, müssen sie diesen geldwerten Vorteil versteuern (mit 1 Prozent des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs pro Monat). Darüber hinaus müssen sie für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz pro Kilometer 0,03 Prozent (des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs) ans Finanzamt abführen.

Das setzt allerdings voraus, dass Arbeitnehmer den Dienstwagen tatsächlich für den täglichen Dienstweg benutzen. Davon geht das Finanzamt aus, weil es auch faktisch die Regel ist. Können Arbeitnehmer jedoch das Gegenteil belegen, müssen sie nicht zahlen: Das gilt zum Beispiel dann, wenn sie eine Bahnfahrkarte vorlegen, urteilte der Bundesfinanzhof (VI R 52/07).

Eine persönliche Jahreskarte für die Bahnverbindung vom Wohnort des Arbeitnehmers zur Arbeitsstätte müsse es sein; das genüge aber als Nachweis. Dann müssten die Finanzbeamten ermitteln, wie der Steuerzahler den Dienstwagen privat nutze (z.B. anhand der Laufleistung des Wagens), und statt des pauschalen Zuschlags von 0,03 Prozent eventuell einen Zuschlag nach gefahrenen Kilometern berechnen.