"Erotik-Portal" wirbt mit riesigem Frauenpo ...

... auf einem Kleinlaster am Straßenrand: Anstößige Reklame ist zu entfernen

onlineurteile.de - Der Betreiber eines Erotik-Portals, das im Internet Prostituierte, Telefonsex und ähnliche Dienstleistungen vermittelt, stellte an einer Straße in Köln einen Transporter mit Reklame auf. Darauf waren im Großformat unbekleidete Frauen zu sehen. Das Bild auf der Hecktür des Fahrzeugs zeigte in Übergröße das nackte Hinterteil einer Frau, Kopf, Schultern und Beine waren abgeschnitten.

Als sich bei der Stadt die Beschwerden von Bürgern über die sexuell aufreizende Werbung häuften, griff die Ordnungsbehörde durch: Sie forderte den Fahrzeughalter auf, den Kleinlaster aus dem öffentlichen Verkehrsraum zu entfernen - solange, bis er die anstößige Reklame beseitigt habe. Seine Rechtsmittel hatten keinen Erfolg.

Bürger fühlten sich durch die aufdringliche Reklame belästigt, so das Oberverwaltungsgericht Münster (5 B 464/09). Für Prostitution dürfe nur mit der gebotenen Zurückhaltung geworben werden - keinesfalls in dieser geschmacklosen Art, die Frauen zum Objekt geschlechtlicher Begierde herabwürdige. Das riesige Gesäß oder auch die tierähnliche Maske einer anderen Frau sprächen Bände.

Für Kinder und Jugendliche, die Zugang zum Internet haben, sei die plumpe Werbung ein erheblicher Anreiz, ihrer Neugier nachzugehen. Auch wenn das Prostitutionsgesetz die Rechtsstellung der Prostituierten verbessert und das Gewerbe aus dem kriminellen Milieu geholt habe: Reklame für Prostitution in dieser Form bleibe verboten.