Falsch getankt

Polizeibeamter beschädigt Dienstwagen

onlineurteile.de - Für eine Dienstreise stellte die Behörde dem Polizeibeamten einen Dienstwagen (Mercedes Benz 220 CDI) zur Verfügung. Nach der Rückkehr tankte der Mann den Wagen voll - aus Versehen mit dem falschen Kraftstoff. Statt mit Diesel füllte er den Tank mit unverbleitem Superbenzin. Danach legte er noch etwa vier Kilometer bis zu seiner Dienststelle zurück. Diese Strecke genügte, um den Motor gründlich zu beschädigen: Die Reparatur kostete 2.800 Euro. Als der Dienstherr des Beamten, das Land Rheinland-Pfalz, vom Beamten Ersatz forderte, war dieser empört. Jedem könne doch mal ein Versehen unterlaufen.

Für dieses Missgeschick zeigte das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz jedoch wenig Verständnis (2 A 11982/03.OVG). Beamte müssten mit Eigentum des Dienstherrn, das ihnen zu dienstlichen Zwecken anvertraut werde, sorgsam umgehen. Einen teuren Dienstwagen zu betanken, ohne sich vorher zu vergewissern, welchen Kraftstoff der Wagen benötige, sei grob fahrlässig. Daher müsse der Beamte für den Schaden einstehen.