Firmenwagen: Geldwerter Vorteil ist zu versteuern

Inwieweit sind dabei private Ausgaben der Arbeitnehmer für das Auto zu berücksichtigen?

onlineurteile.de - Erhält ein Arbeitnehmer vom Arbeitgeber einen Firmenwagen, den er auch privat nutzen kann, muss er den damit verbundenen "geldwerten Vorteil" als Arbeitslohn versteuern. Das geschieht entweder pauschal (nach der so genannten 1-Prozent-Regelung auf Basis des Listenpreises für das Auto) oder entsprechend der tatsächlichen Nutzung, die dann durch ein Fahrtenbuch belegt werden muss.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte unlängst zu klären, ob und wie Arbeitnehmer private Ausgaben für den Firmenwagen mit diesem "geldwerten Vorteil" verrechnen dürfen (VI R 96/04, VI R 57/06 und VI R 59/06). Wenn sie ein Fahrtenbuch führten und der "geldwerte Vorteil" auf dieser Basis nachgewiesen und bewertet werde, könnten Arbeitnehmer ihre Ausgaben bei der Einkommensteuerveranlagung uneingeschränkt als Werbungskosten geltend machen, so der BFH.

Anders liege der Fall dagegen, wenn der "geldwerte Vorteil" pauschal nach der 1-Prozent-Regelung ermittelt werde. Dann sei zu differenzieren: Zahle ein Arbeitnehmer beim Kauf des Firmenwagens einen erheblichen Anteil dazu, sei diese Ausgabe bei der Einkommensteuer zu berücksichtigen. Trage der Arbeitnehmer einzelne laufende Kosten selbst (wie zum Beispiel für Benzin), könne er diese nicht geltend machen.