Flughafen wegen Nebels geschlossen

Keine Ausgleichszahlung für Fluggäste, wenn ein Flug aus diesem Grund annulliert werden muss

onlineurteile.de - Das Ehepaar hatte ein paar Tage in Spanien verbracht. Als die beiden Urlauber den Rückflug antreten wollten, teilte ihnen die Fluggesellschaft mit, dass der Flug annulliert worden war: Denn der Flughafen, der in Deutschland angeflogen werden sollte, war wegen Nebels geschlossen. Die Passagiere wurden auf einen Flug zwei Tage später umgebucht.

Damit wollte sich das Ehepaar jedoch nicht zufrieden geben und forderte eine Ausgleichszahlung von ca. 1.100 Euro dafür, dass der Flug annulliert wurde. Darauf haben die Fluggäste im konkreten Fall keinen Anspruch, urteilte das Oberlandesgericht Koblenz, weil der Flug wegen außergewöhnlicher Umstände entfallen sei (10 U 385/07). Ungünstige Witterungsbedingungen oder Sichtverhältnisse könne die Fluggesellschaft nicht beeinflussen.

Vergeblich pochten die Urlauber darauf, am Zielort sei es morgens oft neblig. Meistens löse sich der Nebel schnell wieder auf. Man hätte den Flug also ohne weiteres, wenn auch verspätet, durchführen können. Auf solche Wetterphänomene könne man sich nicht verlassen, entgegneten die Richter: Wie das an einem bestimmten Tag verlaufe, sei nicht absehbar.

Fluggäste im Hinblick auf eine so ungewisse Perspektive stundenlang am Flughafen warten zu lassen, wäre erst recht unzumutbar. Die Fluggesellschaft habe die Gäste daher mit deren Einverständnis auf andere Rückflüge umbuchen dürfen.