Fußbodenheizung tadellos ...

Heizungsbauer muss dem Bauherrn trotzdem Schadenersatz zahlen

onlineurteile.de - Vereinbart ein Handwerker mit dem Bauherrn im Leistungsverzeichnis bestimmte Fabrikate, ist er daran gebunden, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf. Ein Heizungsbauer hatte in einem Einfamilienhaus eine Fußbodenheizung installiert. Statt eines Systems mit Stetigregelung, das eigentlich mit dem Auftraggeber vereinbart war, baute der Heizungsbauer ein anderes System (mit "Auf-Zu"-Regelung) ein. Damit wollte sich der Bauherr nicht abfinden, obwohl das Ersatzfabrikat einwandfrei funktionierte und die Verrohrung sogar mit höherwertigem Material ausgeführt worden war als ursprünglich vorgesehen.

Vom OLG Düsseldorf bekam er Recht - der Handwerker musste dem Auftraggeber 18.000 Euro Schadenersatz zahlen (5 U 61/01). Das installierte System sei in der Bedienung weniger komfortabel, so die Richter. Dieser Mangel beeinträchtige die Gebrauchstauglichkeit - jedenfalls, wenn man das ursprünglich vereinbarte Fabrikat zum Maßstab nehme. Wenn ein Handwerksunternehmer verspreche, bestimmte Materialien oder Fabrikate zu verwenden, sei diese Zusage verbindlich. Mit dem Leistungsverzeichnis habe der Heizungsbauer die Vorstellungen des Bauherrn von einem bestimmten Heizungs- und Steuerungssystem akzeptiert und dessen Montage zugesichert.