Grundstückserbe verstorben

Kann das Grundbuch dennoch berichtigt werden?

onlineurteile.de - Eine Erbengemeinschaft, bestehend aus mehreren Geschwistern, erbte Grundstücke. Noch bevor die neuen Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden konnten, starb einer der Erben, A. Die Erben B und C legten dem Grundbuchamt den gemeinschaftlichen Erbschein vor, erreichten jedoch nichts: Sie müssten klären, wer A beerbe, wer also jetzt statt A Mitglied der Erbengemeinschaft sei. Das gelang B und C jedoch nicht; daraufhin verweigerte das Amt die Änderung im Grundbuch.

Auf die Beschwerde der Erben B und C hin befasste sich das Oberlandesgericht Rostock mit dem Fall (7 W 87/04). Im Prinzip sei für den Eintrag ins Grundbuch der Nachweis der Erbfolge erforderlich, stellten die Richter fest. Doch wenn die Erbfolge nicht zu klären sei, könne das Grundbuch trotzdem berichtigt werden. Zusammen mit den lebenden Erben B und C seien auch die unbekannten Erben des verstorbenen Mitglieds der Erbengemeinschaft in das Grundbuch einzutragen.