Kündigungsschutzklage: Firmennamen falsch angegeben

Berichtigung des Fehlers ist nach Fristablauf nicht mehr möglich

onlineurteile.de - Wahrscheinlich hatte ihn die Kündigung durcheinander gebracht. Jedenfalls war der Angestellte einer Firma für Sicherheitstechnik so konfus, dass er seinem Anwalt für die Klage vor dem Arbeitsgericht erstmal den falschen Firmennamen angab - einen Arbeitgeber, bei dem er früher angestellt war.

Das war aber auch ein Durcheinander! Zuerst nannte sich die Firma D.J.Q.F. France (Deutschland) GmbH, dann B.Q. GmbH, und danach hatte er einen neuen Vertrag bei der Firma B. Sicherheitstechnik GmbH unterschrieben. Letztere hatte ihm gekündigt, er sprach in seiner per Fax fristgerecht eingereichten Klage aber von der B.Q. GmbH. Damit hatte er nun die Klage schlichtweg verschusselt.

Der Firmenname gehöre zu einem existierenden Unternehmen, das aber nicht mehr Arbeitgeber des Mannes sei. Ein solcher Irrtum führe normalerweise nicht gleich zu Fristversäumnis, erklärte das Landesarbeitsgericht Düsseldorf (16 Sa 1723/04). Wenn aus Unterlagen wie Arbeitsvertrag oder Kündigungsschreiben der wahre Arbeitgeber hervorgehe, könne man den Fehler korrigieren. Doch der Arbeitnehmer habe nur die Klage fristgerecht, alle weiteren Unterlagen erst nach Ablauf der Frist mit der Post geschickt. Daher konnte deren Inhalt nicht mehr berücksichtigt werden und die Frist war verstrichen.