Leiharbeiter kämpft um Ersatz für Fahrtkosten

Anspruch besteht nur, wenn der Einsatzort weiter entfernt ist als der Firmensitz der Arbeitgeberin

onlineurteile.de - Ein Leiharbeiter wohnte in Bonn, die Leih-Firma, bei der er angestellt war, hatte ihren Sitz jedoch in Köln. Die Firma schickte ihn auf verschiedene Baustellen im Raum Köln. Ganz schön viel Sprit verbrauche ich da, dachte der Leiharbeiter, und forderte von der Firma einen Beitrag zu den Fahrtkosten: 0,70 Mark für jeden Kilometer von seiner Wohnung bis zur Baustelle.

Nach dem Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln hat der Leiharbeiter darauf keinen Anspruch (4 Sa 692/02). Fahrten von der Wohnung zur Geschäftsstelle des Arbeitgebers seien bei Arbeitnehmern reine Privatsache. Die Kosten dafür müsse der Leiharbeiter selbst tragen. Nur wenn die Baustelle von der Wohnung des Arbeitnehmers weiter entfernt sei als der Firmensitz der Arbeitgeberin, müsse diese für den zusätzlichen Fahrtweg aufkommen.

Dazu habe der Leiharbeiter keinerlei Angaben gemacht. Wenn der Arbeitnehmer Ersatz für Fahrtkosten beanspruche, müsse er jedoch genau darlegen, was er für den Weg zur Arbeit ausgegeben und welches Fahrzeug er benutzt habe, ob er allein oder in einer Fahrtgemeinschaft unterwegs gewesen sei und an welchen Adressen er gearbeitet habe.