Luxus-Ferienvilla war zu klein und schmutzig

Der Kunde des Reiseveranstalters bekommt den Reisepreis zurck

onlineurteile.de - Der Familienurlaub in Miami sollte etwas ganz Besonderes werden. Der Mann hatte sich ber einen Reiseveranstalter eine Villa ausgesucht, die groá genug war, um auch seine Schw"gerin mit ihren Kindern aufzunehmen. Es schien ein wahrer Prachtbau zu sein, mit fnf groáen Doppelzimmern und allen m"glichen Schikanen (Kostenpunkt: 27.475 Dollar fr drei Wochen). Den Gesch"ftsfhrer des Reiseveranstalters hatte der Kunde gebeten, das Objekt pers"nlich zu prfen. Dafr hatte er 850 Dollar extra bezahlt.

Um so gr"áer war die Entt"uschung bei der Ankunft. Denn es gab nur drei Doppelzimmer, die beiden anderen Zimmer waren kleine Kabuffs mit Mini-Betten. Auáerdem stand in allen Ecken Germpel herum, der Whirlpool war verdreckt und die W"schekammer voll schmutziger W"sche. Die Familie zog ins Hotel, kndigte den Vertrag und forderte den Reisepreis zurck sowie 1.329 Euro frs Hotel. Vor einer Kndigung h"tten die Urlauber dem Reiseveranstalter die M"glichkeit geben mssen, fr Abhilfe zu sorgen, entschied das Landgericht und wies ihre Klage ab.

Beim Oberlandesgericht (OLG) K"ln hatten die Kunden mehr Erfolg (16 U 25/03). Wie h"tte denn angesichts der R"umlichkeiten die Abhilfe aussehen sollen, fragte sich das OLG. Eine Ersatz-Villa habe der Veranstalter nicht ernsthaft in Aussicht gestellt. Wer eine Luxusvilla mit fnf Doppelzimmern buche, msse sich nicht mit Zusatzbetten und Groáreinemachen zufrieden geben. Bei diesem Preis und nachdem der Kunde eigens die Villa habe besichtigen lassen (gegen betr"chtliches Zusatzentgelt), k"nne er erwarten, ein Objekt mit der gewnschten Ausstattung zu bekommen. Unter diesen Umst"nden sei es gerechtfertigt, den Reisevertrag sofort zu kndigen.