Neuer Range Rover mit defektem Turbolader

Autohändler bietet Ersatzwagen während der Reparatur an: kein Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung

onlineurteile.de - Kaum hatte der Käufer beim Autohaus seinen nagelneuen Range Rover abgeholt, blieb der Wagen während der Fahrt liegen - nach 72 Kilometern. Der Turbolader war defekt. Der Autohändler ließ ihn austauschen, die Reparatur dauerte 14 Tage. Während dieses Zeitraums bot er dem Kunden einen gleichwertigen Ersatzwagen an.

Doch darauf wollte sich der Käufer nicht einlassen - er verlangte statt dessen 1.287 Euro Entschädigung für den Nutzungsausfall. Seine Zahlungsklage gegen den Autohändler wurde jedoch vom Landgericht Hamburg abgewiesen (309 S 21/09).

Wenn bei einem Unfall ein Wagen beschädigt werde, könne der Unfallgeschädigte wählen zwischen einem Ersatzwagen während der Reparaturzeit oder Geldersatz (= Nutzungsausfallentschädigung), so das Gericht.

Werde ein mangelhafter Neuwagen verkauft, sei das aber nicht der Fall. Der Kunde habe keinen Anspruch auf finanziellen Ausgleich dafür, dass er den defekten Range Rover zwei Wochen lang nicht fahren konnte. Den Mangel, dass der Käufer so lange ohne fahrbaren Untersatz war, hätte der Autohändler mit einem Ersatzfahrzeug vollständig beheben können.