OP-Bericht fehlte

Krankenversicherung erstattet Professoren-Rechnungen nicht

onlineurteile.de - Eine private Krankenversicherung wollte es genauer wissen. Nach einer Operation hatten zwei Professoren mit ihren Rechnungen kräftig zugelangt und überdurchschnittliche Honorarsätze berechnet. Um die Abrechnung kontrollieren zu können, verlangte der Versicherer vom Patienten und Versicherungsnehmer Operationsbericht und Anästhesieprotokoll, stieß jedoch auf taube Ohren. Schließlich lehnte es die Versicherung ab, die Behandlungskosten zu erstatten.

Der Patient rief deshalb das Amtsgericht Köln an - vergeblich (131 C 98/02). Er habe seine Pflichten als Versicherungsnehmer verletzt, musste er sich sagen lassen, weil er die ärztlichen Unterlagen nicht besorgt und dem Versicherer vorgelegt habe. Deshalb habe das Unternehmen zu Recht die Leistung verweigert. Als Versicherungsnehmer müsse er die Versicherung über alle Umstände informieren, die für die Abrechnung eine Rolle spielten - damit sie den Versicherungsfall beurteilen könne.

Dazu gehörten auch Angaben zur besonderen Schwierigkeit einer Behandlung, wenn der Arzt - wie hier - einen erhöhten Steigerungssatz von 3,5 Prozent in Rechnung stelle (bemessen nach der einschlägigen Gebührenordnung). Mit der kurzen Begründung des Arztes in der Rechnung müsse sich die Versicherung nicht begnügen.