Parkchips für Kunden

Einzelhändler möchte die Ermäßigung vom Umsatz abziehen, um Steuern zu sparen

onlineurteile.de - Ein Einzelhändler, dessen Laden in einer Innenstadt lag, gab seinen Kunden bei einem Einkauf Parkchips aus, die im Parkhaus eingelöst werden konnten. Der Unternehmer wollte diese "Dreingabe" von seinen Umsätzen abziehen und so die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer mindern.

Der Bundesfinanzhof wies dies zurück (V R 33/03). Der Händler verschaffe seinen Kunden die Möglichkeit, billiger zu parken - d.h. die Leistung eines Dritten, des Parkhausinhabers, billiger zu beziehen. Das berühre aber nicht den Kaufpreis der vom Kunden beim Händler gekauften Ware (und damit die Höhe des Umsatzes). In Frage käme ein Anrechnen der Parkverbilligung auf den Umsatz allenfalls dann, wenn der Händler den Kunden Bargeld erstattete. Denn dann zahlten die Kunden tatsächlich weniger Entgelt für die Ware, wodurch der Umsatz sinken würde.