Pferdehalterin unbelehrbar

Veterinäramt erlässt "Haltungsverbot" wegen Verwahrlosung der Tiere

onlineurteile.de - Die Pferde hatten es bei der Frau nicht gut. Sie bekamen nicht genug Futter, ihre Halsriemen waren zu eng. Ihre Hufe wurden viel zu selten geschnitten und standen falsch, was Schmerzen verursacht. Zu allem Überfluss lagen auf dem aufgeweichten Koppelboden ungeschützt Metallgegenstände herum, an denen sich die Pferde verletzen konnten. Wiederholt schritt das Veterinäramt ein und ordnete Verbesserungen an. Darum scherte sich die Frau jedoch nicht. Schließlich empfahl ein Tierarzt des Veterinäramts, der Frau das Halten von Pferden zu untersagen. Vergeblich wehrte sich die "Tierfreundin" gegen das Verbot.

Der VerwaltungsgerichtshofBaden-Württemberg hielt das behördliche Vorgehen für rechtmäßig (1 S 1900/00 - (100/02)). Über Jahre hinweg habe die Pferdehalterin gegen alle Prinzipien artgerechter Tierhaltung verstoßen und behördliche Anordnungen schlichtweg ignoriert. Ihren Pferden habe sie auf diese Weise schwer geschadet, die Tiere ungerührt leiden lassen. In einem solchen Fall dürfe die Tierschutzbehörde nicht sehenden Auges zuwarten, bis den Tieren noch größeres Leid geschehe.