Rallye "Cannonball 8000"

In Deutschland sind Autorennen auf öffentlichen Straßen verboten!

onlineurteile.de - Die englische Firma "Cannonball 8000 Limited" organisierte eine Rallye von London nach Zagreb. Am 15. September 2007 sollten die Teilnehmer von Brüssel nach Aachen fahren, von da aus Deutschland durchqueren und schließlich in Prag ankommen. Die Bezirksregierung Köln lehnte jedoch den Antrag der Firma ab, die Rallye auf deutschen Straßen zu genehmigen.

Die Firma wehrte sich gegen den negativen Bescheid und behauptete, nach ihren Organisationsregeln handle es sich keineswegs um ein verbotenes Autorennen (im Sinne des deutschen Straßenverkehrsrechts). Doch das Verwaltungsgericht Köln blieb hart (11 L 1308/07).

Man habe Berichte über die vergangenen Veranstaltungen der "Cannonball 8000" studiert, so die Richter, und die offizielle Homepage der Veranstalterin im Internet gelesen, wo sie die diesjährige Rallye ankündige. Und viele Anhaltspunkte sprächen dafür, dass es bei der Rallye doch darum gehe, Höchstgeschwindigkeiten zu erzielen. Bei so einem Wettbewerb sei mit Verkehrsverstößen zu rechnen, die auch Dritte gefährden könnten. Autorennen auf öffentlichen Straßen seien grundsätzlich verboten.