Rippenbruch im Hamam!

Reiseveranstalter haftet nicht für Brachial-Massage

onlineurteile.de - Wer in ein türkisches Bad geht, tut dies in der Regel, um sich besonders verwöhnen zu lassen. Doch auch im Hamam lässt anscheinend manchmal die Qualität der Dienstleistungen zu wünschen übrig: Ein Tourist nahm im Rahmen einer Türkei-Pauschalreise an einem Ausflug in ein türkisches Bad teil, der vom Reiseveranstalter angeboten wurde. Dort langte der Masseur so brachial zu, dass beim Urlauber eine Rippe brach.

Zuhause verlangte der Kunde Schmerzensgeld vom Reiseveranstalter. Doch das Oberlandesgericht Düsseldorf konnte auf dessen Seite kein Verschulden erkennen (I-12 U 129/05). Auch wenn der Reiseveranstalter den Ausflug organisiert habe, so die Richter, übernehme er damit keine Verantwortung für die Art der Massage im Hamam. Für die offenkundig ziemlich ruppige Behandlung durch den Masseur hafte er nicht, sie stelle keinen Reisemangel dar.