Siegener Hooligan muss "draußen bleiben"

Aufenthaltsverbot für das Stadion, dessen Umgebung und für den Bahnhof

onlineurteile.de - Nach einem Spiel des Fußballvereins "Sportfreunde Siegen e.V." kam es am 8. Mai 2009 zu schweren Krawallen gewalttätiger Hooligans. Aus einer besonders aggressiven Gruppe heraus flogen Äste und Stöcke gegen Polizeibeamte. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt. Bei dieser Aktion des Fanclubs "Brigada Siegena" wurde ein 18-Jähriger wegen des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch festgenommen.

Der Verein verhängte gegen den jungen Mann - nennen wir ihn Max - ein Stadionverbot bis 2012. Die Kreispolizeibehörde Siegen weitete die Sanktion noch aus: In den nächsten drei Monaten dürfe er sich in den zwei Stunden vor und in den zwei Stunden nach Spielen seines Clubs nicht in der Nähe des Stadions oder im Bereich des Siegener Bahnhofs aufhalten. Bei der Polizeibehörde müsse sich Hooligan Max an den Spieltagen melden.

Vergeblich legte der junge Mann gegen die Auflagen Widerspruch ein: Das Verwaltungsgericht Arnsberg billigte die Entscheidung der Kreispolizeibehörde (3 L 345/09). Nach seinen eigenen Angaben gehöre Max der "Brigada Siegena" an, einer Gruppe, die in der letzten Spielzeit häufig durch außergewöhnliche Aggressivität aufgefallen sei: gegenüber friedlichen Fans, gegenüber Ordnern und Polizisten.

Angesichts des Krawalls im Mai spreche alles für die Annahme der Polizei, Max und seine "Fan"-Gruppe würden auch künftig Spiele der "Sportfreunde Siegen" zum Anlass nehmen, Straftaten zu begehen. Seine Zugehörigkeit zur "Brigada" bringe Gewaltbereitschaft zum Ausdruck und unterstütze umgekehrt psychologisch die Gewaltbereitschaft der übrigen Mitglieder. Da Max die Fußballstadien ohnehin nicht betreten dürfe, könne es nur noch die Randale in deren Umfeld sein, die ihn interessiere.