Straßenlaterne funktioniert nicht

Fußgängerin fordert nach einem Sturz Schadenersatz

onlineurteile.de - An einem Novembertag gegen 18.15 Uhr war eine Frau beim Einkaufen in der Stadt unterwegs. Der Gehweg neben dem Lebensmittelgeschäft lag stellenweise im Dunkeln, weil eine Straßenlaterne ausgefallen war. Die Fußgängerin übersah einen Abgrenzungspoller und fiel darüber. Sie verletzte sich am Bein und zerriss ihren teuren Mantel. Von der Gemeinde forderte die Frau Schadenersatz, weil diese ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt habe.

Diesem Vorwurf widersprach das Oberlandesgericht Hamm (9 U 183/04). Wo Hindernisse in der Dunkelheit nicht zu sehen seien, müsse die Stadt zwar grundsätzlich für Beleuchtung sorgen. Wenn erkennbar eine Ausweichmöglichkeit bestehe, sei dies jedoch nicht zwingend notwendig. Und so sei es hier, denn der Gehweg auf der anderen Straßenseite sei gut beleuchtet. Dort entlang zu gehen und zu diesem Zweck die Straße zu überqueren, sei für Fußgänger keineswegs unzumutbar.