Surf-Mast kommt beschädigt beim Käufer an

Versender kann Transportschaden nicht beweisen und haftet für Verlust

onlineurteile.de - Der junge Mann hatte über das Internetportal eBay einen Surf-Carbonmast ("Fiberspar Reflex Wave 430/21") für 178 Euro gekauft, bei einem gewerblichen Händler. Dieser verschickte die Ware, die Rechnung wurde bezahlt. Als der Käufer das Paket erhielt und auspackte, war der Mast gebrochen. Sofort reklamierte er beim Händler und forderte die Lieferung eines neuen. Da der Händler ablehnte, erklärte der Käufer den Rücktritt vom Kaufvertrag und forderte den Kaufpreis zurück.

Zu Recht, wie das Amtsgericht Fürstenwalde entschied (15 C 147/04). Der Käufer behaupte, die Kaufsache sei vor dem Transport schon beschädigt gewesen. Dagegen behaupte der Händler, er habe den Mast in einwandfreiem und gebrauchstauglichem Zustand einpacken lassen und dem Versandunternehmen übergeben. Dann müsste also der Schaden während des Transports entstanden sein.

Für den Händler spreche aber nur seine eigene Aussage - bewiesen sei damit nichts. Beim Versandhandel müsse jedoch der Verkäufer einen Transportschaden belegen. Gelinge ihm das nicht, müsse er selbst für den Schaden einstehen. Deshalb dürfe der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten.