Überhöhte Telefonrechnung?

Telefongesellschaft muss belegen, dass die Rechnung stimmt

onlineurteile.de - Ein Telefonkunde bekam eine Rechnung über 220,25 Euro. Sofort reklamierte er bei der Telefongesellschaft und bestritt, die entsprechenden Verbindungen gewählt zu haben. Diese sandte ihm zwar eine Einzelverbindungsübersicht zu, bei der aber jeweils die letzten drei Zahlen der Telefon- bzw. Internetverbindungen unkenntlich ("xxx") gemacht waren.

Das Amtsgericht Lübeck wies die Zahlungsklage der Telefongesellschaft gegen ihren Kunden ab (29 C 2632/03). Der Telefondienstanbieter müsse im Zweifelsfall belegen, dass seine Abrechnung richtig sei. Und diesen Beweis sei die Telefongesellschaft schuldig geblieben: Wenn im Einzelverbindungsnachweis die Telefonnummern nicht vollständig ausgedruckt seien, könne der Kunde nicht überprüfen, mit wem er über Telefon und Internet (angeblich) kommuniziert habe. Dabei hätte die Telefongesellschaft im konkreten Fall Zeit genug gehabt, eine taugliche Übersicht mit lesbaren Nummern zu erstellen. Denn der Kunde habe die Rechnung sehr rasch beanstandet, lange vor Ablauf der vorgeschriebenen 80-Tage-Frist.