Wenn im Hotel der Weckdienst versagt ...

Flug verpasst: Reiseveranstalter muss Ersatztickets zur Hälfte ersetzen

onlineurteile.de - Die kleine Reisegruppe hatte in dem Komforthotel einen durchaus angenehmen Aufenthalt. Doch die Abreise war chaotisch. An der Rezeption hatte man den Weckservice bestellt, um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Aber als der Angestellte an der Zimmertür klopfte, war es schon zu spät - den Flug nach Münster erreichten die Urlauber nicht mehr. Sie mussten auf einen späteren Flug ausweichen und erneut zahlen.

Für die fünf Ersatztickets sollte der Reiseveranstalter aufkommen. Schließlich habe er in seinem Katalog ein Hotel mit "Top Bestleistung" versprochen, argumentierten die Kunden. Da sei ein gut funktionierender Weckservice ja wohl das Mindeste. So sah es auch das Amtsgericht Duisburg, dennoch musste der Reiseveranstalter nur die Hälfte der Ticketkosten ersetzen (51 C 6214/05).

Zwar sei ein Weckservice für ein Hotel dieser Kategorie selbstverständlicher Standard und das zu späte Wecken eindeutig dem Hotelpersonal anzulasten, so der Amtsrichter. Aber die Hotelgäste hätten auch selbst einen Wecker stellen müssen. Daher sei es nur gerecht, die Kosten zu teilen.