Wenn's um die Wurst geht

Urteile in einem Satz

onlineurteile.de - Genauer gesagt, ging es um die Geflügel-Wiener-Wurst eines Münchner Fleischwarenherstellers und um den Leberkäse einer Großmetzgerei aus der Oberpfalz: Diese Produkte waren von Discount-Handelsbetrieben mit dem Etikett "Spitzenqualität" angeboten worden, obwohl die Hersteller dafür regelmäßig auch erhitztes Brät oder umgearbeitete Wurst als Material verwenden; der Verwaltungsgerichtshof München untersagte diese Praxis: Wurst, die zumindest teilweise aus wiederverarbeitetem Material besteht, darf nicht mehr als Delikatesse oder Spitzenqualität bezeichnet werden - das täuscht die Verbraucher darüber, was wirklich "in der Wurst steckt". (Gegen das Urteil wurde die Revision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen.)

Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs
Aktenzeichen: 9 B 09.2135
Entscheidungsdatum: 12.03.2013
Urteilnummer: 53073