Wer ein Vierbettzimmer bucht ...

... darf sich nicht über ein Schlafzimmer mit Zustellbetten wundern!

onlineurteile.de - Eine Münchner Familie - drei Erwachsene und ein Kind - hatte bei einem Reiseveranstalter zum Gesamtpreis von 3.503 Euro 14 Tage Urlaub in Hurghada gebucht. Laut Reiseunterlagen sollte sie in einem Hotelbungalow mit einem Schlafzimmer zur Gartenseite wohnen, in dem vier Personen übernachten konnten. Im ägyptischen Hotel fanden die Urlauber dann ein Schlafzimmer mit Doppelbett vor, in das noch zwei Einzelbetten geschoben wurden.

Darüber beschwerten sich die Kunden anschließend beim Reiseunternehmen: Das Zimmer sei durch die zusätzlichen Einzelbetten so eng wie eine Sardinenbüchse gewesen. Deshalb müsse ihnen der Reiseveranstalter die Hälfte des Reisepreises zurückzahlen. Komme überhaupt nicht in Frage, teilte das Unternehmen mit - und verwies auf die Reiseunterlagen.

Auch das Amtsgericht München verneinte einen Anspruch der Kunden auf Preisminderung (113 C 11690/09). Der Bungalow sei keineswegs "zu eng". Der Reisebestätigung des Anbieters sei zu entnehmen, dass als Unterkunft "ein Schlafzimmer zur Gartenseite" vereinbart war, in dem vier Urlauber schlafen konnten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger habe das Hotel den Kunden geboten.

Wer ein Vierbettzimmer buche, könne nicht erwarten, ein Schlafzimmer mit zwei Doppelbetten zu erhalten. Die von den Kunden vorgelegten Fotos belegten, dass das Zimmer geräumig genug gewesen sei, um die Zusatzbetten unterzubringen. Die Unterkunft sei demnach "vertragsgerecht" und keineswegs mangelhaft gewesen.