Werbung für telefonischen Auskunftsdienst ...

... muss auch die dafür anfallenden Gebühren benennen

onlineurteile.de - Der Bundesverband der Verbraucherzentralen beanstandete die Werbung zweier Telekommunikationsunternehmen (Telegate AG, Deutsche Telekom AG). Beide hatten in Werbeanzeigen für ihren telefonischen Auskunftsdienst nur die einschlägigen Telefonnummern angegeben, nicht aber den Preis für diese Dienstleistung.

Vom Bundesgerichtshof bekamen die Verbraucherschützer Recht (I ZR 66/01, I ZR 211/01). Grundsätzlich müssten Verbraucher mit jedem Leistungsangebot auch über dessen Kosten informiert werden. Die Kunden brauchten nur zum Hörer zu greifen, um wegen einer Auskunft anzurufen, und schon würden dafür Gebühren fällig. Der Verbraucher habe ein wesentliches Interesse daran zu wissen, was die angebotene Leistung koste - diesem Interesse müssten die Unternehmen in ihrer Werbung entsprechen.