Wohnungseigentümer kämpft um seine Huskies

Mehrheitsbeschluss zur Tierhaltung in der Wohnanlage ist bindend

onlineurteile.de - Auf der Eigentümerversammlung einer Wohnanlage wurde mit Mehrheit beschlossen, die Haltung von Haustieren zu beschränken: Höchstens ein Hund oder eine Katze pro Wohneinheit sollte erlaubt sein. So war es fast allen recht - bis auf einen Eigentümer, der zwei Huskies besaß. Vergeblich lief er gegen den Eigentümerbeschluss Sturm. Huskies seien Rudeltiere, meinte er, deshalb wäre es nicht artgerecht, nur einen zu (be-)halten.

Das Oberlandesgericht Celle erklärte den Beschluss für wirksam (4 W 15/03). Das Recht des Wohnungseigentümers, mit seinen Räumen nach Belieben zu verfahren, gelte nicht für die Tierhaltung. Auch wenn dafür in der Teilungserklärung der Wohnanlage keine Einschränkung vorgesehen sei: Da Tiere im Haus potenziell immer eine Belästigung der Mitbewohner mit sich brächten, sei es völlig in Ordnung, wenn die Eigentümer eine Regelung verabschiedeten, um die Haustierhaltung einzuschränken. Das Interesse der Mehrheit habe Vorrang vor dem Interesse des Hundehalters, der auf artgerechte Tierhaltung dränge. Er müsse sich der Mehrheit unterordnen und notfalls seine Hunde weggeben.